Elektromobilität in Wien

Elektromobilität – Der Weg in die Zukunft

Die Wiener Grünen bekennen sich klar zur Elektromobilität als Teil einer nachhaltigen Mobilität. Dazu verpassten sie sich unter maßgeblicher Beteiligung von Landesrat Rüdiger Maresch ein Positionspapier zum Thema Elektromobilität für die Stadt Wien. Ein Auszug aus dem Positionspapier wurde hier als Beitrag zuerst veröffentlicht.

Der globale Klimawandel schreitet weiter voran. Umweltkatastrophen wie heuer im Sommer mehrere Hurricans in der Karibik und den USA, Überschwemmungen sowie Dürrekatastrophen sind ein Beleg dafür. Die EU hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Treibhaus-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990 um mindestens 40 Prozent zu senken. Um diese Werte zu erreichen, müssen langfristig Fahrzeuge mit fossilen Verbrennungsmotoren aus dem öffentlichen und privaten Verkehr gezogen werden. Die rot-grüne Stadtregierung unterstützt diese EU-Strategie mit ihrer eigenen Smart-City-StrategieEin Weg dorthin ist die Elektromobilität.

 

Elektromobilität in Wien

40 Prozent weniger Treibhaus-Emissionen bis 2030

Die Stadt Wien schafft die Grundlagen dafür: Bis Ende 2020 werden in Wien 1.000 neue E-Ladestellen errichtet. Damit entsteht im öffentlichen Raum ein Basis-Ladenetz für Elektroautos. Erst vergangene Woche haben Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Umweltstadträtin Ulli Sima die erste neuerrichtete Ladesäule in Wien-Alsergrund präsentiert​. Bis Mitte 2018 werden in jedem Wiener Gemeindebezirk fünf Säulen errichtet. Das sind in den nächsten Monaten insgesamt 230 Ladestellen mit jeweils 11 Kilowatt Leistung zum beschleunigten Laden. Die Errichtung der E-Ladestellen in Wien ist neben dem massiven Ausbau der Öffis ein weiterer wichtiger Baustein für umweltfreundliche Mobilität in in Wien. Wir präsentieren hier unser Programm, wie Elektromobilität weiter ausgebaut werden kann:

1) Flächendeckend Ladestationen in P&R-Anlagen, Garagen und Neubauten

Pro Tag überqueren mehr als eine halbe Million Pendlerinnen und Pendler die Wiener Stadtgrenze. Rund 400.000 davon fahren mit dem Auto. Wenn P&R-Anlagen sowie eine gute öffentliche Anbindung vorhanden sind, dann steigen die Menschen gerne auf die Öffis um. Die Nutzung dieser Anlagen sind auch für PendlerInnen mit Elektroautos sinnvoll, weil dadurch der begrenzte öffentliche Raum in der Stadt entlastet wird.

  • ​Ladestationen in allen P&R-Anlagen im Stadtgebiet und im Wiener Umland.
  • Günstigere Tarife bei P&R-Anlagen für das zeitlich begrenzte Parken von E-Autos. Dies gilt auch für NetzkartenbesitzerInnen
  • Beim Neubau von P&R-Anlagen muss eine Ladeinfrastruktur verpflichtend vorgesehen werden.
  • Bei neuen Bauvorhaben und größeren Renovierungen (zB über die Bauordnung oder das Garagengesetz) ist eine Mindestmenge an Ladestationen verpflichtend vorzuschreiben.

2) Ausbau der Elektrobusse bei den Wiener Linien und Umstieg des städtischen Fuhrparks

Ein großer Teil der Öffis in Wien wird derzeit mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Tram, S-Bahn, U-Bahn) betrieben. Aber die meisten Busse fahren noch mit fossilen Treibstoffen. Nur auf kleinen Buslinien in der Innenstadt werden reine E-Busse im Testbetrieb verwendet. Wir wollen, dass langfristig (bis 2030) alle Öffis in Wien und auch der städtische Fuhrpark elektrisch betrieben wird. 

  • ​Stark ausgelastete Buslinien sollen auf Trambetrieb umgestellt werden
  • Die Wiener Linien sollen Elektrobusse und Systeme verstärkt im Testbetrieb erproben
  • Vollständiger Umstieg von Dieselbussen auf Elektrobusse
  • Förderprogramme für Fahrzeuge der Rettung, der Feuerwehr und andere der Stadt nahestehenden Organisationseinheiten.
  • Für das Beschaffungswesen der Fahrzeuge der Stadt Wien sind neue Kriterien zu definieren: Eine sogenannte Beweislastumkehr soll sicherstellen, dass vorrangig ein E-Fahrzeug beschafft werden muss. Ist kein adäquates E-Fahrzeug auf dem Markt, kann auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zurückgegriffen werden.

3) Wirtschaftsverkehr – Öffnung der Kurzparkzonen für Betriebe mit E-Fahrzeugen

Auch der Wirtschaftsverkehr muss einen Beitrag bei der Reduktion der Emissionen leisten. So kann‘s gehen:

  • ​Finanzielle Förderung von elektrischen Poolfahrzeugen, wenn nachgewiesen wird, dass damit mehrere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ersetzt werden.
  • Betriebe dürfen mit E-Fahrzeugen in allen Wiener Kurzparkzonen gratis parken.
  • Förderprogramm für betriebliches Mobilitätsmanagement zur Unterstützung der Betriebe für die Abwicklung des Mitarbeiterverkehrs.
  • Einrichtung innerstädtischer Verteilzentren für Waren – das verkürzt die Wege und erleichtert die Zustellung per Lastenfahrrad und kleinen E-Fahrzeugen.